Wo fange ich an, ich habe mir gedacht das ich anfange darüber zu schreiben was mich am Meisten bewegt hat, "Die Liebe zur Nordschleife".

 

Eigentlich hat mich die Nordschleife nicht wirklich interessiert, aber durch das ständige Nerven meines Bruders, hat er es letztendlich geschafft, dass ich mir das ganze einmal anschaue.

 

Meine Frau kommt aus Koblenz, da war die Entfernung nicht wirklich weit zur Nordschleife, aber mir fehlte der Antrieb einfach mal mitzukommen. Ich fuhr schon immer gerne sehr schnell Auto, aber warum sollte ich dafür auf eine Rennstrecke fahren?

 

Naja irgendwann hat mein Bruder mich dann weichgekloppt und ich war gerade zu Besuch bei meinen Schwiegereltern und ich schnappte mir unseren 10 Jahre alten roten Renault Clio RT mit gerademal 75 PS, der selbstverständlich tiefer, breiter und einen dicken fetten Auspuff von Devil ausgrüstet war und fuhr zum Ring hoch.

 

Ich traf mich mit meinem Bruder an der Zufahrt Nordschleife, wie immer war auch Stefan Schwarzmann dabei, die gute Seele unseres zukünftigen Rennteams.

 

Christan sagte mir, na endlich wie immer kommst Du zu spät, was solls dachte ich mir, ich gucke mir jetzt mal die Landstraße (Nordschleife) mal an.

Ich kaufte mir ein Ticket und fuhr mit dem Schwarzmann als Beifahrer los.

 

Mein Bruder und ich waren was Auto fahren betrifft beide extrem verrückt, man konnte uns vergleichen wie bei dem Film "Tages des Donners" bei dem Tom Cruise "Cole Trickle spielt" und Michael Rooker "Rowdy Burns" und die beiden sich im Mietwagen ein kleines Rennen lieferten, so ähnlich wäre es auf der Rennstrecke bei uns abgelaufen. Deshalb waren wir immer in einem Team und kamen nie in die Gefahr das auf der Rennstrecken austragen zu müssen.

 

Zurück zur ersten Runde, eigentlich war die Grüne Hölle easy zu fahren, ich überholte einige Fahrzeuge trotz meiner lächerlichen 75 PS. Die Strecke war im ersten Eindruch einfach eine geile Landstraße, vergleichbar wenn man mal in der Toskana die Landstraßen gefahren ist, einfach geil und man weiss gar nicht was als nächstes kommt.

 

Nach ein paar Runden hat mein Bruder von aussen angefangen zu stoppen und empfing mich am Ende der fünften Runde mit einem breiten Grinsen..."Du bist gar nicht so langsam wie ich gedacht habe!",natürlich kam dann der entsprechende Spruch zurück, "Für Dich reichst allemal!"

 

Jetzt war ich absolut heiss auf mehr, ich setzte mich in den Renault 5 Turbo und wieder mit Schwarzmann als Beifahrer. Der 5er war schon damals mit Käfig, Fahrwerk ausgerüstet, so dass es gleich viel mehr Spass machen würde. Die Geschwindigkeit und die Bremspunkte waren jetzt natürlich eine Umstellung, aber auch das war nach ein paar Runden kein Problem. Ich hatte das Fahrvergnügen von einem Alfa Spider gejagt zu werden, der von einem etwas älteren Fahrer pilotiert wurde, ich fuhr immer schneller...bis es passierte nach der hohen Acht kam ich ins Schleudern übers Gras und hatte grosses Glück das ich nicht eingeschlagen bin.

 

Mit Puls 180 fuhr ich die Runde zu Ende und hatte danach ein nettes Gespräch mit dem Alfa-Fahrer, er fragte mich wieviele Runden ich schon gefahren bin und ich antwortete vielleicht 10.

Er runzelte die Stirn und sagte:"Die Ideal-Linie war sehr kreativ gewählt, aber für so wenig Nordschleifen-Erfahrung war das schon ziemlich schnell!"

 

So brachte mich mein Bruder zum Rennsport.